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Synthroid (Levothyroxine)

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Levothyroxin wird zur Behandlung einer Unterfunktion der Schilddrüse eingesetzt. Der Wirkstoff ersetzt das körpereigene Schilddrüsenhormon und hilft, den Stoffwechsel zu normalisieren. Nehmen Sie das Arzneimittel am besten morgens nüchtern ein, mit einem Glas Wasser, und warten Sie danach mit dem Essen. Die Wirkung stellt sich meist nach einigen Tagen bis Wochen ein. Regelmäßige Kontrollen der Schilddrüsenwerte sind wichtig.

Levothyroxin (Levothyroxine) – Patienteninformation für Österreich

Levothyroxine (häufig als Levothyroxin bezeichnet) ist ein Arzneimittel zur Behandlung von Schilddrüsenunterfunktionen. Es enthält den Wirkstoff Levothyroxin-Natrium, der im Körper in die aktiven Schilddrüsenhormone umgewandelt wird. In der Praxis wird Levothyroxine meist als langfristige Therapie eingesetzt, um den Hormonspiegel zu normalisieren und Beschwerden zu lindern.

Diese Seite bietet eine patientenfreundliche Übersicht: Wie Levothyroxine wirkt, wie es im Körper verarbeitet wird, wann und wie man es einnimmt, welche Wechselwirkungen (inkl. Nahrung, Alkohol und anderen Medikamenten) wichtig sind, sowie Hinweise zur sicheren Anwendung in Österreich.


Grundlegende Produktinformationen

Bereich Information
Wirkstoff Levothyroxin (Levothyroxin-Natrium)
Arzneimittelgruppe Schilddrüsenhormone / Substitutionstherapie
Typische Einsatzgebiete Hypothyreose (Unterfunktion), nach Operationen/Radiojod, bestimmte Therapiekonzepte bei Schilddrüsenerkrankungen
Applikation Oral (Tabletten)
Ziel Normalisierung von TSH und freien Schilddrüsenhormonen (ft4/ft3)

Wie Levothyroxine wirkt (Wirkmechanismus)

Levothyroxine ist ein synthetisch hergestelltes Schilddrüsenhormon, das dem körpereigenen Thyroxin (T4) entspricht. Die wichtigsten Schritte:

  • Substitution: Bei einer Schilddrüsenunterfunktion produziert die Schilddrüse zu wenig Hormone. Levothyroxine ergänzt diese fehlenden Mengen.
  • Umwandlung: Im Körper wird Levothyroxin vor allem in den aktiveren Stoff Trijodthyronin (T3) umgewandelt.
  • Regulation: Die Schilddrüsenhormone beeinflussen u. a. Stoffwechsel, Energieverbrauch, Herz-Kreislauf-Funktion und Wachstum. Gleichzeitig reguliert sich die Achse über die Rückkopplung durch das Hormon TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon).

So werden typische Symptome einer Hypothyreose (z. B. Müdigkeit, Kälteempfindlichkeit, Gewichtszunahme, Antriebslosigkeit, trockene Haut) nach und nach besser.


Pharmakokinetik: Wie der Körper Levothyroxine aufnimmt und verarbeitet

Für die richtige Anwendung ist es hilfreich zu verstehen, wie Levothyroxine im Körper „läuft“:

  • Resorption (Aufnahme): Levothyroxine wird im Dünndarm aufgenommen. Die Menge, die tatsächlich ins Blut gelangt, kann durch Nahrung und bestimmte Substanzen beeinflusst werden.
  • Beginn der Wirkung: Die Wirkung setzt nicht sofort ein. Eine Stabilisierung von TSH und den freien Werten braucht meist mehrere Wochen.
  • Umwandlung zu T3: Ein Teil des Levothyroxins wird zu T3 umgewandelt – das ist wesentlich für die physiologische Wirkung.
  • Verteilung: Das Hormon verteilt sich im Körper und bindet an Transportproteine im Blut.
  • Ausscheidung/Elimination: Levothyroxin hat eine lange Halbwertszeit (typisch im Bereich von etwa 6–7 Tagen). Dadurch wirken Änderungen in der Dosis nicht sofort, sondern zeitverzögert.

Wichtig: Deshalb sind Dosisanpassungen in der Regel nicht „von heute auf morgen“ zu beurteilen, sondern nach ärztlicher Kontrolle der Laborwerte und ausreichender Einnahmedauer.


Typische Anwendung und Indikationen

Levothyroxine wird eingesetzt, um Schilddrüsenhormone zu substituieren oder bestimmte therapeutische Ziele zu erreichen. Häufige Indikationen sind:

  • Primäre Hypothyreose (z. B. bei Hashimoto-Thyreoiditis oder nach Zerstörung/Schädigung der Schilddrüse)
  • Nach Schilddrüsenoperation oder nach Radiojodtherapie zur Wiederherstellung bzw. Aufrechterhaltung normaler Hormonspiegel
  • Unterstützung in bestimmten Schilddrüsentherapiekonzepten (z. B. zur TSH-Kontrolle je nach Diagnose und ärztlicher Zielsetzung)
  • Anwendung bei angeborener Hypothyreose (in angepasster Dosierung und mit besonderer Überwachung)

Welche Zielwerte und welches Dosierungsziel relevant sind, hängt u. a. von Alter, Gewicht, Begleiterkrankungen (z. B. Herzproblemen), Ursache der Hypothyreose und Laborwerten ab.


Wie und wann Levothyroxine einzunehmen ist (Timing)

Die Einnahmezeit und die beeinflussen die Aufnahme. Ziel ist eine möglichst gleichbleibende Aufnahme – damit die Laborwerte stabil bleiben.

Empfohlenes Einnahmeschema (häufig praktiziert)

  • Am besten nüchtern: Levothyroxine vorzugsweise morgens, 30–60 Minuten vor dem Frühstück.
  • Mit Wasser einnehmen (ein Glas Wasser genügt meist).
  • Konstant bleiben: Wenn möglich, die Einnahme täglich nach demselben Prinzip durchführen.

Alternative Einnahme (falls morgens schwierig ist)

Manchmal kann eine Einnahme abends sinnvoll sein, z. B. wenn morgens das Nüchternsein nicht gut klappt. In der Praxis gilt häufig: Levothyroxine mindestens 3–4 Stunden nach der letzten Mahlzeit einnehmen. Die beste Option sollte individuell mit dem behandelnden Team abgestimmt werden.

Praxis-Tipp: Wenn Sie Tabletten teilen müssen (z. B. bei bestimmten Stärken), achten Sie auf die richtige Handhabung gemäß Packungsinformation. Eine gleichmäßige Dosierbarkeit ist wichtig, um Schwankungen zu reduzieren.


Wechselwirkungen mit Lebensmitteln: Was Sie beachten sollten

Bestimmte Lebensmittel oder Bestandteile können die Aufnahme von Levothyroxine verringern oder unvorhersehbar machen. Daher ist eine zeitliche Trennung oft die beste Strategie.

Typische Einflussfaktoren

  • Ballaststoffreiche Ernährung: Kann die Aufnahme beeinflussen. Entscheidend ist oft, dass die Ernährung gleichmäßig bleibt.
  • Sojaprodukte: Können die Verfügbarkeit der Hormone verändern.
  • Sehr kalzium- oder eisenreiche Kost: Häufiger ist jedoch das Problem bei Nahrungsergänzungsmitteln (siehe unten), aber auch die Ernährung kann eine Rolle spielen.
  • Kaffee: In manchen Fällen wird berichtet, dass Kaffee die Aufnahme reduzieren kann. Oft ist es hilfreich, nach der Einnahme mindestens einige Zeit ohne Kaffee zu bleiben (z. B. erst nach dem üblichen Einnahmeabstand frühstücken).

Besonders relevant: Trennung von bestimmten Ergänzungen

Häufige Hemmer sind nicht „normale Lebensmittel“, sondern Supplemente:

  • Eisenpräparate
  • Kalzium (z. B. Calciumcarbonat)
  • Magnesium in manchen Formen
  • Antazida (sauerkeitsbindende Mittel)

Praktische Regel: Halten Sie zwischen Levothyroxine und solchen Präparaten häufig mindestens 4 Stunden Abstand. Die genaue Empfehlung kann abhängig vom Präparat und Ihrer Situation variieren.


Alkohol: Wechselwirkung und allgemeine Sicherheit

Ein direkter, typischer Wirkmechanismus zwischen Alkohol und Levothyroxine ist nicht in dem Sinne bekannt, dass Alkohol bei üblichen Mengen „immer“ die Wirkung aufhebt. Dennoch kann Alkohol indirekt relevant sein:

  • Regelmäßigkeit der Einnahme: Alkohol kann den Tagesrhythmus beeinflussen (Einnahme vergesssen, anderes Timing).
  • Begleiterkrankungen: Bei Lebererkrankungen oder anderen Grunderkrankungen ist ärztlicher Rat besonders wichtig.
  • Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten: Viele Menschen nehmen zusätzlich weitere Arzneien ein; dort können Wechselwirkungen stärker ins Gewicht fallen.

Empfehlung: Wenn Sie Alkohol trinken möchten, achten Sie darauf, dass Levothyroxine wie geplant eingenommen wird. Bei Unsicherheiten (z. B. bei wiederkehrenden Problemen oder Leber-/Herzthemen) fragen Sie Ihre Ärztin/Ihren Arzt oder Apotheke.


Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Bestimmte Arzneimittel können die Wirkung von Levothyroxine verändern – entweder durch verminderte Aufnahme, veränderte Umwandlung oder durch Einflüsse auf Transportproteine und Stoffwechselwege.

Häufige Interaktionsgruppen

  • Enzyminduktoren (z. B. manche Antiepileptika wie Carbamazepin, Phenytoin; auch andere Wirkstoffe können dazugehören): können den Levothyroxinbedarf erhöhen.
  • Amiodaron (Herzrhythmus): kann die Schilddrüsenfunktion beeinflussen.
  • Glukokortikoide: können die Umwandlung der Schilddrüsenhormone beeinflussen.
  • Protonenpumpenhemmer (z. B. bei Sodbrennen): in manchen Fällen kann die Aufnahme beeinflusst werden, daher sind Kontrollen wichtig.
  • Gallensäurebinder (bestimmte lipidsenkende Mittel): können die Aufnahme reduzieren.
  • Orale Antikoagulanzien (Blutverdünner, z. B. Vitamin-K-Antagonisten): Levothyroxine kann die Wirkung (z. B. INR) verändern – Laborüberwachung kann nötig sein.
  • Weitere eisen-/kalziumhaltige Präparate oder Antazida: siehe auch Abschnitt Ernährung.

Wichtig: Die tatsächliche Relevanz hängt von Dosis, Ausgangswerten, Dauer der Therapie und individueller Situation ab. Wenn Sie neue Medikamente beginnen oder absetzen, teilen Sie dies unbedingt dem Behandlungsteam mit.


Dosis: Wie Levothyroxine typischerweise dosiert wird

Die richtige Dosis ist individuell. Ziel sind stabile Schilddrüsenwerte (insbesondere TSH sowie freie T4-Werte). Zu niedrig dosiert kann Beschwerden der Unterfunktion verursachen; zu hoch dosiert kann zu Zeichen einer Überfunktion führen.

Allgemeine Prinzipien

  • Start niedrig, langsam steigern (insbesondere bei älteren Personen oder bei bekannten Herzkrankheiten).
  • Kontrollen nach ausreichender Zeit: da die Halbwertszeit länger ist, werden Laborwerte meist nach einigen Wochen neu bewertet.
  • Konsequentes Einnahmetiming: Schwankende Einnahme kann zu Schwankungen der Laborwerte führen.

Typische Dosierungsbereiche (orientierend)

In der Praxis bewegen sich Dosen bei Erwachsenen oft im Bereich von 25 bis 200 Mikrogramm pro Tag, je nach Bedarf. Bei Kindern erfolgt eine besonders genaue, gewichtsbzw. altersangepasste Dosierung. Die konkrete Stärke und die Anpassung sind immer individuell.

Hinweis für Patienten: Nehmen Sie nie eigenständig mehr oder weniger ein, auch wenn Sie sich besser oder schlechter fühlen. Änderungen sollten anhand von Laborwerten und ärztlicher Einschätzung erfolgen.


So erkenne ich, ob die Dosis gut passt?

Hinweise auf zu wenig Schilddrüsenhormon (Unterdosierung):

  • Müdigkeit, Antriebslosigkeit
  • Kälteempfindlichkeit
  • trockene Haut, Haarausfall
  • Gewichtszunahme trotz gleichbleibender Ernährung
  • Verstopfung

Hinweise auf zu viel Schilddrüsenhormon (Überdosierung):

  • Herzklopfen, schneller Puls
  • Unruhe, Schlafstörungen
  • Wärmeempfindlichkeit
  • Durchfall oder Gewichtsabnahme
  • Zittern

Bei deutlichen Beschwerden ist es sinnvoll, zeitnah mit dem Behandlungsteam zu sprechen und ggf. die Laborwerte prüfen zu lassen.


Sicherheitsprofil: Häufige und wichtige Risiken

Levothyroxine gilt bei korrekter Dosierung als sehr wirksam und in der Regel gut verträglich. Das Sicherheitsprofil hängt vor allem davon ab, ob die Dosis zum individuellen Bedarf passt.

Typische Nebenwirkungen (meist dosisabhängig)

  • Herzrasen, Brustschmerz oder verstärktes Herzklopfen (bei Überdosierung)
  • Unruhe, Reizbarkeit, Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Gewichtsveränderung (meist bei nicht optimaler Dosierung)
  • Durchfall (bei zu hoher Dosis)

Wann sollten Sie umgehend ärztliche Hilfe suchen?

  • Starke Brustschmerzen, Atemnot
  • ausgeprägte Herzrhythmusstörungen
  • akute schwere Unruhe/Überfunktion-Symptome
  • bei Verdacht auf eine relevante Über- oder Unterdosierung mit deutlichen Beschwerden

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, ist es wichtig, die Vorgehensweise individuell zu klären (z. B. abhängig vom Zeitpunkt und dem üblichen Einnahmeschema). In vielen Fällen wird nicht „aufgeholt“, ohne Anleitung. Halten Sie Rücksprache mit Ihrer Apotheke oder Ihrem Behandlungsteam.


Praktische Anwendungstipps für den Alltag

  • Gewohnheit schaffen: Wählen Sie eine feste Routine (z. B. morgendliche Einnahme direkt nach dem Aufstehen, mit Wasser).
  • Tabletten gleichbleibend: Wechseln Sie nicht ohne Grund zwischen Marken/Präparaten und informieren Sie das Behandlungsteam, falls es zu Umstellungen kommt.
  • Kontrollieren statt „fühlen“: Schilddrüsenwerte sollten labordiagnostisch kontrolliert werden. Symptome können sich verzögern oder unspezifisch sein.
  • Wechselwirkungen berücksichtigen: Halten Sie Abstand zu Eisen-/Kalziumpräparaten und antaziden Mitteln.
  • Bei Magen-Darm-Themen: Bei chronischem Durchfall oder stark veränderter Ernährung kann die Aufnahme variieren—ärztlich abklären.
  • Reisen und Zeitverschiebung: Planen Sie die Einnahme nach der örtlichen Zeit und achten Sie auf möglichst konstante Abstände zu Mahlzeiten.
  • Schwangerschaft/Stillzeit: In dieser Zeit ist die Schilddrüsenhormonversorgung besonders wichtig. Eine Anpassung der Dosis kann nötig werden—bitte frühzeitig ärztlich betreuen lassen.

Alternative Optionen (wenn Levothyroxine nicht passt)

Je nach Situation gibt es Alternativen oder Ergänzungen, allerdings sollte die Wahl immer individuell erfolgen.

  • Andere Levothyroxin-Präparate: Unterschiedliche Fertigarzneimittel können in der Bioverfügbarkeit leicht variieren. Deshalb sind Kontrollen bei Umstellung sinnvoll.
  • Liothyronin (T3) oder Kombinationsstrategien: Werden in besonderen Fällen diskutiert, jedoch nicht als Standard für die meisten Patienten empfohlen. Diese Therapie erfordert besonders sorgfältige Steuerung.
  • Ursachenbezogene Behandlung: Bei bestimmten Ursachen der Hypothyreose (z. B. nach Therapie der Schilddrüse) steht die Substitution meist langfristig im Vordergrund.
  • Optimierung der Einnahme: Häufige „Therapieprobleme“ lassen sich durch Verbesserung des Timings oder die Anpassung von Wechselwirkungen (z. B. Abstand zu Eisen/Kalzium) lösen.

Wenn Sie trotz korrekter Einnahme wiederholt auffällige Laborwerte haben, sind insbesondere folgende Punkte zu prüfen: Einnahmekonstanz, Interaktionen, Darmsituation, begleitende Medikamente sowie tatsächliche Dosis.


Aktuelle medizinische und behördliche Orientierung: Was in den letzten Jahren wichtig war

In den letzten Jahren lag der Fokus in der Schilddrüsenmedizin besonders auf:

  • Präziser Laborkontrolle (TSH und freie T4-Werte) zur Dosisanpassung
  • Konstanter Einnahme und konsequenter Berücksichtigung von Wechselwirkungen mit Lebensmitteln und Supplementen
  • Aufklärung über Umstellungen (z. B. bei Wechsel des Präparats oder anderer Begleittherapie)
  • Individueller Zielwerte je nach Alter und Situation (z. B. bei älteren Menschen oder speziellen Krankheitsbildern)

Die konkrete Vorgehensweise orientiert sich an Leitlinien und dem individuellen Verlauf. Für Österreich gelten zudem die üblichen regulatorischen Rahmenbedingungen für Qualität, Kennzeichnung und Arzneimittelsicherheit der jeweiligen Präparate.


Levothyroxine in Österreich: Markt- und Rechtsrahmen (allgemein)

In Österreich sind Schilddrüsenhormone Arzneimittel, die in zugelassenen Stärken und Darreichungsformen erhältlich sind. Das Vertriebsmodell im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben sieht typischerweise vor:

  • Produktzulassung durch zuständige Stellen und Einhaltung der Fach- und Gebrauchsinformation
  • Verpackung und Kennzeichnung gemäß gesetzlichen Anforderungen
  • Qualitätssicherung über definierte Herstellungs- und Kontrollprozesse
  • Beratung durch pharmazeutisches Fachpersonal zu Anwendung, Wechselwirkungen und Dosierungskontrollen

Für Patientinnen und Patienten bedeutet das: Halten Sie sich an die Informationen der Packung und an Hinweise aus der Apotheke. Bei Unsicherheiten zu Dosierung, Wechselwirkungen oder Laborkontrollen sollten Sie frühzeitig nachfragen.


Lieferung und Verfügbarkeit im Onlinehandel (Österreich)

Bei Onlineapotheken in Österreich können Levothyroxine-Präparate je nach Stärke und Verfügbarkeit in unterschiedlichen Lieferzeiträumen verfügbar sein. Üblicherweise profitieren Kundinnen und Kunden von:

  • Auswahl verschiedener Stärken (je nach Präparat)
  • Transparenter Verfügbarkeit in der Produktansicht
  • Versand nach Österreich mit angepasster Verpackung
  • Service bei Fragen zu Lagerung, Einnahme und Wechselwirkungen

Hinweis: Verfügbarkeit kann sich ändern, insbesondere bei bestimmten Stärken. Wenn Sie eine konkrete Stärke benötigen, empfiehlt sich, die aktuelle Verfügbarkeit im Shop zu prüfen.


Alternative Vorgehensweisen, wenn Sie Probleme mit der Einstellung haben

Falls Ihre Laborwerte trotz regelmäßiger Einnahme nicht wie erwartet stabil sind, kann Folgendes helfen:

  • Einnahmezeit optimieren (z. B. konsequent nüchtern und mit passendem Abstand zu Nahrung).
  • Abstand zu Eisen/Kalzium prüfen und ggf. verlängern.
  • Neue Medikamente oder Supplements melden (Wechselwirkungen berücksichtigen).
  • Magen-Darm-Situation abklären (z. B. chronischer Durchfall).
  • Präparatwechsel dokumentieren (Datum, Stärke, Handelsname), falls es zu Umstellungen kam.

So kann das Behandlungsteam zielgerichteter entscheiden, ob eine Dosisanpassung oder eine Optimierung der Einnahme notwendig ist.


FAQ – Häufige Fragen zu Levothyroxine

1) Wofür wird Levothyroxine verwendet?

Levothyroxine wird vor allem zur Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion eingesetzt (Hypothyreose) und dient der Substitution bzw. Steuerung der Schilddrüsenhormonspiegel.

2) Muss ich Levothyroxine täglich einnehmen?

Bei den meisten Ursachen einer Hypothyreose handelt es sich um eine längerfristige bzw. dauerhafte Situation. Daher ist Levothyroxine häufig eine regelmäßige, tägliche Therapie. Die konkrete Dauer hängt von Ihrer Diagnose ab.

3) Wann sollte ich Levothyroxine einnehmen – morgens oder abends?

Häufig empfohlen ist die morgendliche Einnahme nüchtern (30–60 Minuten vor dem Frühstück). Falls das nicht passt, kann in manchen Fällen eine abends spätere Einnahme mit genügend Abstand zur letzten Mahlzeit sinnvoll sein. Sprechen Sie mit Ihrer Apotheke/Ihrem Behandlungsteam über die beste Option.

4) Kann ich Levothyroxine mit Kaffee einnehmen?

Idealerweise nicht direkt zusammen mit Kaffee. Wenn möglich, nehmen Sie Levothyroxine mit Wasser ein und warten Sie bis zum Frühstück. So minimieren Sie das Risiko von Aufnahme-Schwankungen.

5) Wie viel Abstand sollte ich zu Eisen- oder Calciumpräparaten halten?

Oft wird ein Abstand von mindestens 4 Stunden empfohlen. Der exakte Abstand kann je nach Präparat variieren. Halten Sie sich an die Hinweise aus der Packungsbeilage bzw. an Empfehlungen aus der Apotheke.

6) Was passiert, wenn ich eine Dosis vergessen habe?

Das Vorgehen hängt vom Zeitpunkt ab. Da es je nach Präparat und Einnahmeplan unterschiedlich sein kann, ist es am besten, die konkrete Situation in der Apotheke oder mit dem Behandlungsteam zu besprechen.

7) Nach wie vielen Wochen merkt man eine Besserung?

Eine Wirkung kann sich nach und nach zeigen. Die Einstellung erfolgt jedoch oft über Wochen, weil sich TSH und freie Werte zeitverzögert normalisieren. Häufig werden Kontrollen nach einigen Wochen durchgeführt.

8) Kann Levothyroxine Nebenwirkungen machen?

Ja, vor allem wenn die Dosis zu hoch ist (Überfunktion-Symptome wie Herzklopfen, Unruhe, Schlafstörungen). Bei passenden Dosierungen sind Nebenwirkungen meist selten. Bei starken Beschwerden sollten Sie sich zeitnah melden.

9) Darf ich Alkohol trinken?

In üblichen Mengen ist Alkohol meist kein direkter „Stopfaktor“. Wichtig ist aber, die Einnahme nicht zu vernachlässigen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zu berücksichtigen.

10) Kann ich die Marke oder den Hersteller wechseln?

Ein Wechsel kann grundsätzlich möglich sein. Da es aber zu Unterschieden in Bioverfügbarkeit kommen kann, sind bei Umstellungen häufig Kontrollen der Laborwerte sinnvoll. Klären Sie dies vorher in der Apotheke.

11) Gibt es alternative Behandlungsmöglichkeiten?

Alternativen gibt es, z. B. andere Präparate oder in besonderen Fällen andere hormonelle Strategien. In der Regel ist jedoch Levothyroxine die bewährte Basistherapie, solange es gut vertragen wird und die Werte stabil sind.

12) Ist Levothyroxine in Schwangerschaft/Stillzeit sicher?

Schilddrüsenhormone sind in dieser Phase besonders wichtig. Oft wird die Therapie fortgeführt und ggf. angepasst. Sprechen Sie frühzeitig mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt über die Dosis und die geplanten Kontrollen.


Wichtender Hinweis: Diese Information dient der allgemeinen Orientierung. Ihre persönliche Dosierung und Kontrolle der Schilddrüsenwerte sollten stets durch Ihr Behandlungsteam festgelegt werden. Wenn Sie Fragen zu Ihrer individuellen Situation haben – etwa bei anderen Medikamenten, Supplements oder ungeplanten Veränderungen im Alltag – wenden Sie sich an Ihre Apotheke.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

25mcg, 50mcg, 75mcg, 100mcg, 125mcg, 200mcg

Packung: No selection

100 pill, 200 pill