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Levlen (Ethinyl estradiol / Levonorgestrel)

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Levlen ist ein Arzneimittel mit den Hormonen Ethinylestradiol und Levonorgestrel. Es wird zur hormonellen Verhütung eingesetzt. Außerdem kann es helfen, regelmäßige Blutungen zu fördern und Beschwerden im Zusammenhang mit der Monatsblutung zu lindern. Wie bei allen hormonellen Verhütungsmitteln besteht ein Risiko für Nebenwirkungen; besondere Vorsicht ist bei bestimmten Erkrankungen oder Blutgerinnsel-Risikofaktoren nötig. Lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie bei Unsicherheit Ihren Arzt oder Apotheker.

Levlen (Ethinylestradiol / Levonorgestrel) – Anwendung, Wirkweise und wichtige Informationen

Levlen ist ein Kombinationspräparat aus Ethinylestradiol und Levonorgestrel. Es wird vor allem zur hormonellen Verhütung eingesetzt und kann je nach Situation auch zur Behandlung bestimmter Beschwerden im Rahmen gynäkologischer Indikationen verwendet werden. In dieser Übersicht finden Sie patientenfreundliche Informationen zu Wirkweise, Einnahme, Sicherheit, Wechselwirkungen und praktischen Tipps – speziell mit Blick auf den Alltag in Österreich.


1. Basisinformationen zum Präparat

Eigenschaft Beschreibung
Wirkstoffe Ethinylestradiol / Levonorgestrel
Arzneimittelart Kombiniertes orales Kontrazeptivum (KOK)
Typische Anwendung Hormonelle Verhütung; je nach ärztlicher Beurteilung auch medizinische Indikationen
Darreichungsform Tabletten zum Einnehmen
Grundprinzip Kontinuierliche Einnahme nach einem festen Einnahmeschema

Hinweis: Je nach konkretem Produkt (z. B. Packungsvariante) können Schema und Einnahmephasen (aktive Tabletten vs. Placebo/Erholungstage) variieren. Bitte orientieren Sie sich immer an der Packungsbeilage Ihrer Levlen-Variante.


2. Wie Levlen wirkt (Wirkmechanismus)

Levlen enthält zwei Hormone, die die natürliche Zyklussteuerung beeinflussen: Ethinylestradiol (Östrogen) und Levonorgestrel (Gestagen).

  • Unterdrückung des Eisprungs: Die Kombination hemmt die Ausschüttung von FSH/LH aus der Hypophyse, sodass häufig kein Eisprung stattfindet.
  • Verdickung des Zervixschleims: Dadurch wird der Spermientransport erschwert, was die Befruchtung zusätzlich reduziert.
  • Veränderung des Endometriums: Das Gebärmutterschleimhautmilieu verändert sich so, dass eine Einnistung erschwert wird.

Insgesamt führt dies zu einer hohen empfängnisverhütenden Wirkung, wenn die Tabletten regelmäßig und korrekt eingenommen werden.


3. Pharmakokinetik – was im Körper passiert (vereinfacht erklärt)

Die folgenden Informationen sind allgemein gehalten, um ein Grundverständnis zu vermitteln. Exakte Werte können je nach Person und Packungsvariante variieren.

  • Aufnahme: Ethinylestradiol und Levonorgestrel werden nach oraler Einnahme im Magen-Darm-Trakt aufgenommen.
  • Verteilung: Die Wirkstoffe binden teilweise an Plasmaproteine und verteilen sich im Körper.
  • Verstoffwechselung: Der Abbau erfolgt vor allem in der Leber.
  • Ausscheidung: Die Ausscheidung erfolgt überwiegend über den Stoffwechsel in Richtung Galle/Darm und teilweise über die Nieren.
  • Konsequenz für die Einnahme: Da der Hormonspiegel bei regelmäßiger Einnahme relativ stabil gehalten wird, ist das Einhalten des Einnahmetakts besonders wichtig.

4. Typische Verwendung in der Praxis

Levlen wird hauptsächlich als orale Kombinationspille zur Empfängnisverhütung eingesetzt. In manchen Fällen können Kombinationspräparate auch bei bestimmten Zyklusbeschwerden bzw. hormonabhängigen Themen im Rahmen der Gesamtbeurteilung sinnvoll sein.

Wichtig: Welche Indikation bei Ihnen zutrifft, hängt von Ihrem Gesundheitszustand, Ihrer Vorgeschichte und Ihrem Risiko-Profil ab. Nutzen Sie Levlen nur, wenn es für Sie medizinisch geeignet ist.


5. Einnahme: Timing, Schema und praktische Orientierung

5.1 So nehmen Sie Levlen üblicherweise ein

Üblicherweise erfolgt die Einnahme nach einem festen Schema über einen mehrwöchigen Zyklus (z. B. mit aktiven Tabletten und anschließend einer Pause bzw. einer Einnahmephase ohne Wirkstoff – je nach Packung). Die tägliche Einnahme sollte möglichst zur gleichen Uhrzeit erfolgen.

  • Wählen Sie eine Uhrzeit: z. B. morgens beim Frühstück oder abends vor dem Zubettgehen.
  • Konsequenz schlägt Perfektion: Regelmäßigkeit ist entscheidend für die Wirkung.
  • Setzen Sie Erinnerungen: Handy-Alarm oder Kalenderfunktion hilft besonders bei wechselnden Alltagssituationen.

5.2 Was tun bei vergessener Einnahme?

Das Vorgehen bei vergessenen Tabletten hängt davon ab, wie viele Tabletten vergessen wurden und in welcher Phase des Zyklus dies passiert. Lesen Sie daher unbedingt die Packungsbeilage Ihrer Levlen-Variante und folgen Sie den dort beschriebenen Schritten.

In der Regel gilt: Bei vergessenen Tabletten kann die empfängnisverhütende Wirkung vorübergehend sinken. Deshalb können kurzfristige Zusatzmaßnahmen (z. B. Kondom/zusätzliche Verhütung) erforderlich sein.

5.3 Beginn der Anwendung

Der Start kann je nach Situation variieren:

  • Start zu Zyklusbeginn (z. B. am ersten Zyklustag): häufig ist die empfängnisverhütende Wirkung schneller gegeben.
  • Start zu einem anderen Zeitpunkt: dann kann eine zusätzliche Verhütung für einige Zeit nötig sein.

Für eine genaue Einschätzung orientieren Sie sich bitte an der Packungsbeilage bzw. lassen Sie die Startstrategie mit Ihrer behandelnden Praxis abstimmen.


6. Essen, Getränke und Levlen: Gibt es Wechselwirkungen?

Lebensmittel beeinflussen die Wirkung von Levlen in der Regel nicht in dem Maß, dass eine spezielle Diät nötig wäre. Dennoch gilt:

  • Normale Mahlzeiten sind meist unproblematisch.
  • Erbrechen oder starker Durchfall kurz nach der Einnahme können die Aufnahme reduzieren. In solchen Fällen kann – je nach Zeitpunkt – eine erneute Tabletteneinnahme erforderlich sein. Bitte lesen Sie hierzu die Hinweise in Ihrer Packungsbeilage.

Wenn Sie Magen-Darm-Beschwerden haben, achten Sie besonders darauf, wie lange die Symptome nach der Einnahme bestehen und ob die Tablette „wirklich drin geblieben“ ist.


7. Alkohol und Levlen: Was sollten Sie beachten?

In moderaten Mengen sind Alkoholkonsum und Levlen häufig miteinander vereinbar. Dennoch gibt es praktische Punkte:

  • Wenn Alkohol zu Erbrechen führt, kann die Tablettenaufnahme beeinträchtigt sein.
  • Übermäßiger Alkoholkonsum kann die allgemeine Gesundheit belasten und Symptome verstärken, die Nebenwirkungen ähneln (z. B. Übelkeit, Kopfschmerzen).
  • Leberbelastung: Levlen wird in der Leber verstoffwechselt. Bei schweren Lebererkrankungen sollten hormonelle Kontrazeptiva grundsätzlich kritisch geprüft werden.

Fazit: Alkohol kann in vielen Alltagssituationen möglich sein, jedoch nur unter dem Prinzip „wenn die Tablette sicher aufgenommen wird“ und ohne zugrunde liegende Kontraindikationen.


8. Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und Präparaten

Bestimmte Medikamente können die Wirkung von Kombinationspillen verringern oder das Nebenwirkungsrisiko verändern. Das ist besonders wichtig bei Arzneimitteln, die die Leberenzyme beeinflussen.

8.1 Häufig relevante Interaktionen

Sprechen Sie vor Einnahme neuer Medikamente (auch bei rezeptfreien Produkten oder Nahrungsergänzungsmitteln) mit Ihrer Apotheke bzw. ärztlichen Praxis. Besonders relevant können sein:

  • Bestimmte Antibiotika/Antimykotika (einige wirken auf Enzymsysteme, andere eher direkt auf Verträglichkeit).
  • Antiepileptika und Medikamente zur Behandlung bestimmter neurologischer Erkrankungen.
  • Mittel gegen Tuberkulose.
  • HIV- und Hepatitis-Therapien.
  • Johanniskraut (Hypericum perforatum): kann die Wirksamkeit hormoneller Verhütung deutlich reduzieren.
  • Darüber hinaus: Einige Medikamente können Durchbruchblutungen oder Zyklusveränderungen begünstigen.

8.2 Was bedeutet das für Sie?

  • Unter Umständen ist zusätzliche Verhütung (z. B. Kondom) während der Einnahme und für eine gewisse Zeit danach erforderlich.
  • Manche Kombinationen erfordern ein Umstellen der Verhütungsstrategie.

Tipp: Halten Sie eine Liste Ihrer Medikamente und zeigen Sie diese bei Fragen in der Apotheke vor. So kann man Interaktionen schneller und sicherer einschätzen.


9. Indikationen: Wofür wird Levlen eingesetzt?

In der Praxis ist Levlen vor allem für die hormonelle Empfängnisverhütung vorgesehen. Je nach medizinischer Bewertung kann ein Kombinationspräparat außerdem für Situationen in Frage kommen, in denen ein hormoneller Effekt therapeutisch genutzt werden kann.

Ob Levlen für Sie geeignet ist, hängt u. a. ab von:

  • Alter, Rauchen und allgemeinem Gesundheitszustand
  • Vorgeschichte von Thrombosen/Embolien
  • Blutdruck, Migräne (insbesondere Migräne mit Aura)
  • Lebererkrankungen und bestimmte hormonabhängige Tumorerkrankungen
  • anderen Risikofaktoren für Gefäßerkrankungen

10. Dosierung – wie viel und wie lange?

Die Dosierung von Levlen richtet sich nach der jeweiligen Packungsanleitung und dem Einnahmeschema. Typischerweise wird eine Tablette täglich über die vorgesehenen Tage eingenommen.

  • Pro Tag: meist 1 Tablette zur gleichen Uhrzeit.
  • Über den Zyklus: je nach Packung aktive und ggf. nicht aktive Tage (Pause/Placebo-Phase).
  • Dauer: so lange, wie Sie es benötigen und es medizinisch sinnvoll ist.

Wenn Sie das Präparat absetzen oder wechseln möchten, besprechen Sie den Zeitpunkt idealerweise so, dass Schutzlücken vermieden werden.


11. Sicherheit & Warnhinweise – was Sie besonders ernst nehmen sollten

Wie bei allen hormonellen Verhütungsmitteln gibt es potenzielle Risiken. Besonders wichtig sind Hinweise auf seltene, aber ernsthafte Ereignisse. Diese Informationen ersetzen keine individuelle Beratung – sie helfen Ihnen jedoch, Warnsignale früh zu erkennen.

11.1 Thrombose-/Embolie-Risiko (wichtige Grundwarnung)

Kombinationspräparate mit Östrogen können das Risiko für Thrombosen (z. B. in Beinvenen) oder Embolien erhöhen. Dieses Risiko ist insgesamt selten, aber relevant.

Rufen Sie umgehend medizinische Hilfe, wenn eines der folgenden Anzeichen auftritt:

  • Plötzlich auftretende Atemnot, Brustschmerz oder Bluthusten
  • Schmerzen und Schwellung in einem Bein (insbesondere einseitig), Wärmegefühl
  • Plötzliche Schwäche oder Taubheit einer Körperseite, Sprachstörungen
  • Starke, ungewohnte Kopfschmerzen oder Sehstörungen

11.2 Häufigere Nebenwirkungen

Viele Nebenwirkungen sind mild und bessern sich oft nach den ersten Einnahmezyklen. Zu den möglichen Nebenwirkungen zählen unter anderem:

  • Übelkeit, gelegentlich Bauchbeschwerden
  • Spannungsgefühl in den Brüsten
  • Kopfschmerzen
  • Stimmungsschwankungen
  • Zyklusveränderungen, insbesondere in der Anfangsphase (z. B. Zwischenblutungen)

11.3 Wann Levlen nicht (oder nur nach genauer Prüfung) geeignet ist

Bestimmte Zustände können eine Einnahme ausschließen oder erfordern eine besonders sorgfältige Abwägung. Beispiele sind:

  • Bestehende oder frühere Thrombosen/Embolien
  • Bestimmte Formen von Migräne (z. B. Migräne mit Aura)
  • Schwere Lebererkrankungen
  • Stark erhöhter Blutdruck oder bestimmte Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Ungeklärte Blutungen aus der Scheide

Wenn bei Ihnen einer dieser Punkte zutrifft, holen Sie bitte vor der Anwendung unbedingt eine individuelle Einschätzung ein.


12. Praktische Anwendungstipps für den Alltag

  • Zeitraum planen: Nehmen Sie Levlen nicht „irgendwann“, sondern mit einem festen Alltagsanker (z. B. Frühstück).
  • Urlaubs- und Schichtarbeit: Bei Zeitverschiebung (Reisen) ist ein Plan hilfreich. Halten Sie Rücksprache in der Apotheke, wenn Sie häufig Zeitzonen wechseln.
  • Bei Erbrechen/Durchfall: Beachten Sie die Hinweise in der Packungsbeilage, da die Aufnahme eingeschränkt sein kann.
  • Zwischenblutungen: In den ersten Monaten können sie auftreten. Wenn sie anhalten, sehr stark sind oder ungewohnt wirken, sollte die Ursache abgeklärt werden.
  • Kontaktlinsen/Sehstörungen: Bei ungewöhnlichen Sehstörungen oder Beschwerden im Auge lassen Sie es ärztlich prüfen.

13. Alternative Optionen – wenn Levlen nicht passt

Es gibt verschiedene Alternativen zur Kombinationspille. Je nach Ziel (Verhütung, Zyklusregulation, Verträglichkeit) kommen z. B. in Frage:

  • Progestin-only-Präparate (Minipille): enthalten kein Östrogen.
  • Hormonspirale (Gestagen-IUS): lokal wirkend, oft für längere Zeit geeignet.
  • Hormonimplantat: langfristige Gestagenwirkung.
  • Barriere-Methoden: z. B. Kondome (zusätzlich oft zum Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen sinnvoll).
  • Nicht-hormonelle Methoden: je nach Situation und gewünschter Sicherheit.

Die beste Alternative hängt von Ihrer Gesundheit, Ihrem Alltag (z. B. Schichtarbeit), Ihren Vorlieben und Ihrem persönlichen Risiko-Profil ab. In der Apotheke oder bei Ihrer gynäkologischen Praxis kann man gemeinsam passende Optionen abwägen.


14. Markt- und Rechtskontext in Österreich (Patientenorientiert)

In Österreich sind hormonelle Verhütungsmittel in den üblichen Versorgungswegen verfügbar. Für Verbraucherinnen ist dabei wichtig:

  • Medizinische Beratung und Information über Packungsbeilage sind Teil der sicheren Anwendung.
  • Apothekenversorgung folgt den gesetzlichen Vorgaben zur Abgabe von Arzneimitteln.
  • Produktvarianten (unterschiedliche Packungsgrößen/Schemata) können existieren – bitte immer das genaue Produkt aus Ihrer Bestellung prüfen.

Außerdem unterliegen Arzneimittel in der EU/Österreich fortlaufender Aktualisierung von Sicherheitsinformationen. Nutzen Sie daher im Zweifel immer die aktuellste Packungsbeilage im Beipackzettel.


15. „Recent Guidance“ & aktuelle Sicherheitsaspekte (allgemein)

Im europäischen Rahmen wurden in den letzten Jahren wiederholt und fortlaufend Hinweise zur Beurteilung des Thromboserisikos, zum Umgang mit Wechselwirkungen (z. B. Enzyminduktoren) und zur Aufmerksamkeit für Warnsymptome kommuniziert. Für Patientinnen bedeutet das vor allem:

  • Regelmäßiges Prüfen, ob persönliche Risikofaktoren neu dazugekommen sind (z. B. Rauchen, Migräneveränderung, Blutdruck, neue Erkrankungen).
  • Bei neuen Medikamenten konsequent Wechselwirkungscheck durchführen.
  • Warnzeichen ernst nehmen und nicht „abwarten“ bei möglichen Gefäßsymptomen.

Wenn sich in Ihrem Leben etwas Wesentliches ändert (z. B. Schwangerschaftswunsch, längere Immobilisation/Operation, Auftreten neuer Migräneformen), lassen Sie Ihre Verhütungsstrategie zeitnah neu bewerten.


16. Lieferung und Verfügbarkeit in der Apotheke online (AT)

Levlen ist in Österreich in der Regel über Apotheken verfügbar. Je nach Lagerbestand und Packungsvariante kann die Verfügbarkeit variieren. Bei einer Online-Bestellung werden Bestände laufend aktualisiert; andernfalls erfolgt ggf. eine Beschaffung nach den üblichen apothekenrechtlichen Abläufen.

  • Verpackung & Versand: Arzneimittel werden üblicherweise geschützt und termingerecht versendet.
  • Kontrolle der Lieferung: Prüfen Sie bitte beim Erhalt, ob Produktname, Wirkstoffe und Packungsgröße korrekt sind.
  • Aufbewahrung: Beachten Sie die Angaben in der Packungsbeilage (z. B. Temperatur, Schutz vor Feuchtigkeit/Licht).

Sollten Sie Fragen zu Lieferzeiten, Verfügbarkeit oder einem alternativen Produkt (gleiche Wirkstoffkombination) haben, können Sie sich an den Kundenservice Ihrer Apotheke wenden.


17. Häufige Fragen (FAQ) zu Levlen

Wie sicher ist Levlen?

Levlen ist bei korrekter, regelmäßiger Einnahme eine sehr zuverlässige Methode der hormonellen Verhütung. Die tatsächliche Sicherheit hängt jedoch stark davon ab, ob Tabletten regelmäßig eingenommen werden und wie mit vergessenen Einnahmen umgegangen wird.

Kann ich Levlen jederzeit starten?

Ein Start ist oft möglich, aber der Zeitpunkt beeinflusst, ob anfangs eine zusätzliche Verhütungsmethode erforderlich ist. Orientieren Sie sich an der Packungsbeilage und lassen Sie Ihren Startfall ggf. beraten.

Was sind typische Zeichen, dass die Dosis „nicht richtig“ aufgenommen wurde?

Besonders relevant sind Erbrechen oder starker Durchfall

Warum habe ich Zwischenblutungen?

Zwischenblutungen können in den ersten Monaten hormoneller Verhütung auftreten, besonders wenn die Einnahme nicht ganz regelmäßig war. Wenn die Blutungen anhalten, stark sind oder ungewöhnlich wirken, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.

Ich rauche. Ist Levlen dann geeignet?

Rauchen erhöht das Risiko für Gefäßkomplikationen, insbesondere bei Kombinationen mit Östrogen. Ob Levlen für Sie geeignet ist, hängt von Alter und weiteren Faktoren ab. Bitte lassen Sie dies individuell prüfen.

Gibt es Wechselwirkungen mit Johanniskraut?

Ja. Johanniskraut kann die Wirksamkeit hormoneller Verhütung deutlich reduzieren. Verwenden Sie Johanniskraut-haltige Präparate daher nicht ohne Rücksprache.

Kann ich Alkohol trinken?

In moderaten Mengen ist Alkoholkonsum oft möglich. Achten Sie aber darauf, dass die Tablette nicht durch Erbrechen/Übelkeit „verloren geht“. Bei starkem Alkoholgenuss oder Magenbeschwerden kann die Einnahmeeffektivität sinken.

Welche Nebenwirkungen sind ernst zu nehmen?

Sofortige medizinische Abklärung ist wichtig bei Zeichen einer möglichen Thrombose/Embolie (z. B. plötzliche Atemnot, einseitige Beinschmerzen mit Schwellung, starke Brustschmerzen) sowie bei neurologischen Warnsymptomen.

Welche Alternativen gibt es, wenn ich Levlen nicht vertrage?

Je nach Situation kommen progestin-only-Präparate, Hormonspirale, Implantat oder barrierebasierte Methoden in Betracht. Eine individuelle Auswahl verbessert oft Verträglichkeit und Sicherheit.


Wichtiger Hinweis zum Schluss

Diese Informationen dienen der Orientierung und ersetzen nicht die Packungsbeilage oder eine individuelle medizinische Beratung. Lesen Sie vor der Anwendung die Packungsbeilage sorgfältig und berücksichtigen Sie Ihre persönliche Situation (Gesundheit, Risikofaktoren, weitere Medikamente). Bei Fragen zu Wechselwirkungen oder ungewöhnlichen Symptomen wenden Sie sich bitte an Ihre Apotheke oder ärztliche Praxis.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

0.03/0.15mg

Packung: No selection

63 pill, 126 pill, 189 pill, 252 pill