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Alesse (Levonorgestrel / Ethinyl estradiol)

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Alesse enthält Levonorgestrel und Ethinyl estradiol. Es wird zur Schwangerschaftsverhütung eingesetzt. Das Kombinationspräparat wird regelmäßig jeden Tag eingenommen, möglichst zur gleichen Zeit. Wie bei allen hormonellen Verhütungsmitteln kann es Nebenwirkungen geben, z. B. Übelkeit, Brustspannen oder Zwischenblutungen, besonders in den ersten Monaten. Bitte lesen Sie die Packungsbeilage und lassen Sie sich bei Fragen ärztlich beraten, besonders bei Vorerkrankungen.

Alesse (Levonorgestrel / Ethinyl estradiol) – Patient:inneninformation

Alesse ist ein hormonelles Kombinationspräparat zur Schwangerschaftsverhütung. Es enthält die Wirkstoffe Levonorgestrel (Gestagen) und Ethinyl estradiol (Östrogen). In vielen europäischen Ländern ist Alesse als „die Pille“ bekannt und wird in einem festen Einnahmeschema angewendet.

Diese Seite bietet eine patientenfreundliche Übersicht über Wirkung, Anwendung, mögliche Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und praktische Tipps. Bitte beachten Sie jedoch: Diese Informationen ersetzen nicht die individuelle Beratung durch Ärztinnen/Ärzte oder Apotheker:innen.


Basisinformationen

Eigenschaft Beschreibung
Arzneimittel Alesse (Levonorgestrel / Ethinyl estradiol)
Wirkstoffe Levonorgestrel (Gestagen), Ethinyl estradiol (Östrogen)
Arzneistoffgruppe Kombiniertes hormonelles Kontrazeptivum (KOK)
Darreichungsform Tabletten (üblich im 21‑Tage- oder 28‑Tage-Schema je nach Packungsdesign)
Hauptanwendung Schwangerschaftsverhütung
Wirkprinzip Verhindert den Eisprung und verändert den Gebärmutterschleim sowie die Konsistenz des Zervixschleims

Wie wirkt Alesse? (Wirkmechanismus)

Alesse enthält zwei Hormone, die zusammen den Zyklus stabilisieren und eine Schwangerschaft verhindern:

  • Hemmung des Eisprungs: Die regelmäßige Zufuhr von Östrogen und Gestagen unterdrückt die hormonelle Steuerung in Gehirn und Eierstöcken (u. a. durch Einfluss auf FSH/LH). Dadurch wird der Eisprung häufig verhindert.
  • Veränderung des Zervixschleims: Der Schleim im Bereich des Gebärmutterhalses wird „zäher“ bzw. weniger durchlässig. Spermien haben dadurch es schwerer, in Richtung Gebärmutter vorzudringen.
  • Aufbau/Umwandlung des Endometriums: Das Zusammenspiel der Hormone verändert die Schleimhaut in der Gebärmutter so, dass eine Einnistung erschwert wird.

Wichtig: Alesse wirkt nicht „sofort“ bei jeder Anwendungssituation. Der Verhütungsschutz hängt u. a. davon ab, wann die erste Tablette genommen wird und ob die Einnahme korrekt erfolgt.


Pharmakokinetik (Aufnahme, Verteilung, Abbau, Ausscheidung)

Die nachfolgenden Informationen sind allgemeine pharmakologische Grundlagen. In der Praxis können Werte je nach Person (z. B. Stoffwechsel, Leberfunktion, Gewicht, Begleitmedikation) variieren.

  • Aufnahme: Die Wirkstoffe werden nach oraler Einnahme im Magen-Darm-Trakt aufgenommen. Ethinyl estradiol und Levonorgestrel erreichen nach relativ kurzer Zeit messbare Plasmaspiegel.
  • Verteilung: Beide Wirkstoffe binden in unterschiedlichem Ausmaß an Plasmaproteine. So können sie im Blut „gepuffert“ transportiert werden.
  • Stoffwechsel (Leber): Vor allem Ethinyl estradiol wird in der Leber metabolisiert. Es entstehen unter anderem Konjugate, die in den Körperkreislauf und teilweise über den Darm ausgeschieden werden können.
  • Ausscheidung: Die Metabolite werden überwiegend über Stuhl und Urin ausgeschieden. Die Eliminationshalbwertszeiten tragen dazu bei, dass bei regelmäßiger Einnahme stabile Spiegel entstehen.
  • Steady-State: Bei korrekter Einnahme im Tagesrhythmus bilden sich nach einigen Tagen annähernd konstante Wirkspiegel im Blut.

Typische Anwendung – wofür wird Alesse eingesetzt?

Alesse wird hauptsächlich zur Schwangerschaftsverhütung eingesetzt. Je nach individuellen Voraussetzungen können kombinierte Pillen auch zur Zyklusregulierung oder bei bestimmten gynäkologischen Beschwerden erwogen werden; die Kernindikation im Alltag bleibt jedoch die Verhütung.


Einnahmezeitpunkt & Timing: So starten Sie richtig

Allgemeine Grundregeln

  • Einmal täglich: Nehmen Sie die Tablette möglichst zur gleichen Uhrzeit.
  • Konsequent: Regelmäßigkeit ist entscheidend für den Verhütungsschutz.
  • Schema beachten: Die genaue Anzahl der Tabletten pro Blisterpackung (21/28) kann je nach Produktdesign variieren.

Wann beginnt der Schutz?

Der Beginn des Verhütungsschutzes hängt vom Startzeitpunkt ab (z. B. ob Sie im frühen Zyklus starten oder bereits in der Mitte gewechselt haben). Häufig gilt:

  • Start im Zyklus nach Anleitung: Der Schutz kann bereits in den ersten Tagen/innerhalb des ersten Zyklus wirksam werden, wenn korrekt begonnen wurde.
  • Start zu anderem Zeitpunkt: In manchen Konstellationen ist für die ersten 7 Tage eine zusätzliche nicht-hormonelle Verhütungsmethode (z. B. Kondom) sinnvoll.

Praktischer Tipp: Für einen sicheren Start lesen Sie die Packungsbeilage und folgen Sie dem dort beschriebenen Startschema. Bei Unsicherheit fragen Sie Ihre Apotheke.


Dosis & Verabreichung

Alesse wird als orale Tablette eingenommen. Üblicherweise wird eine Tablette täglich nach dem vorgesehenen Einnahmeschema genommen.

  • Vergessen? Je nachdem, wie viele Tabletten versäumt wurden und in welcher Einnahmewoche, können zusätzliche Maßnahmen (z. B. Kondom, Nachholen) erforderlich sein.
  • Erbrechen/Durchfall: Wenn innerhalb kurzer Zeit nach der Einnahme Erbrechen auftritt oder starker Durchfall besteht, kann die Aufnahme unvollständig sein. Das kann die Wirksamkeit beeinträchtigen.

Details bei vergessener Einnahme oder Erbrechen finden Sie in der Packungsbeilage. Wenn Sie möchten, unterstützen wir Sie im FAQ weiter mit allgemeinen Orientierungspunkten.


Lebensmittel: Gibt es Interaktionen mit Essen?

Im Allgemeinen sind keine bedeutenden Wechselwirkungen mit Nahrungsmitteln bekannt, sodass Alesse grundsätzlich mit oder ohne Essen eingenommen werden kann.

  • Regelmäßigkeit zählt: Nehmen Sie die Tablette so, wie es Ihnen im Alltag am besten gelingt.
  • Magen-Darm-Probleme: Bei starkem Durchfall oder Erbrechen gilt: Die Aufnahme kann beeinträchtigt sein. Hier sind die Empfehlungen aus der Packungsbeilage besonders wichtig.

Alkohol: Verträgt sich Alesse mit Alkohol?

In der Regel führt moderater Alkoholkonsum nicht direkt zu einer nachweisbaren Verringerung der Wirkung. Dennoch gilt:

  • Starkes Trinken kann indirekt Probleme verursachen, z. B. durch Übelkeit, Erbrechen oder unregelmäßige Einnahme.
  • Individuelle Situation: Wenn Alkohol zu Erbrechen führt oder Ihre Medikamenteneinnahme „aus dem Takt“ bringt, kann die Zuverlässigkeit sinken.

Wenn Sie unsicher sind, wie Sie nach Erbrechen bzw. Durchfall vorgehen sollen, kontaktieren Sie bitte Ihre Apotheke.


Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Bestimmte Medikamente können die Wirkung von kombinierten hormonellen Verhütungsmitteln beeinflussen, indem sie Enzymsysteme (z. B. in der Leber) verändern. In solchen Fällen kann der Schutz vor Schwangerschaft abnehmen oder Zwischenblutungen können häufiger auftreten.

Beispiele für mögliche Einflussfaktoren

  • Bestimmte Antiepileptika (z. B. Carbamazepin, Phenytoin, Topiramat in bestimmten Situationen)
  • Rifampicin/Rifabutin (bestimmte Antibiotika gegen z. B. Tuberkulose)
  • Bestimmte Mittel gegen HIV (z. B. Proteasehemmer/NNRTI – abhängig vom Regime)
  • Johanniskraut (Hypericum perforatum) als pflanzliches Mittel (kann die Wirksamkeit reduzieren)
  • Einige Arzneimittel gegen Pilzinfektionen oder bestimmte Antibiotika können – je nach Substanz – ebenfalls relevant sein

Wichtig: Auch Medikamente, die „nur gelegentlich“ genommen werden (z. B. manche kurzfristigen Therapien), können relevant sein. Achten Sie besonders darauf, neue Medikamente zu Beginn und auch beim Absetzen zu besprechen.

Was ist meist die Empfehlung bei Wechselwirkungsrisiko?

  • Oft wird eine zusätzliche nicht-hormonelle Verhütung (z. B. Kondome) für einen bestimmten Zeitraum empfohlen – und je nach Wirkstoff auch nach Therapieende.
  • In manchen Fällen kann eine Umstellung der Verhütungsmethode sinnvoll sein.

Für die genaue Vorgehensweise ist entscheidend, welcher Wirkstoff eingenommen wird. Wenn Sie möchten, sagen Sie uns den Namen des/der Arzneimittel(s) und wir können Ihnen die typischen Punkte zur Interaktion nennen.


Sicherheitsprofil: Wichtige Hinweise zu Risiken

Wie bei allen kombinierten hormonellen Kontrazeptiva gibt es potenzielle Risiken. Dazu gehören in erster Linie Thrombosen (Blutgerinnsel) und – in bestimmten Situationen – Gefäßerkrankungen. Das individuelle Risiko hängt von persönlichen Faktoren ab (z. B. Rauchverhalten, Migräne mit Aura, Alter, Vorerkrankungen).

Warnsignale (bitte ernst nehmen)

Suchen Sie sofort medizinische Hilfe, wenn während der Einnahme eines kombinierten Präparats eines der folgenden Symptome auftritt:

  • Plötzliche Atemnot, Husten mit Blut oder stechender Brustschmerz
  • Starke Schmerzen oder Schwellung in einem Bein (z. B. Wade)
  • Plötzliche Schwäche/Lähmung einer Körperseite oder Sprach-/Sehstörungen
  • Starke, ungewöhnliche Kopfschmerzen, insbesondere mit Sehstörungen oder Aura
  • Starke Oberbauchschmerzen oder Gelbfärbung der Haut/Augen (Hinweis auf Leberprobleme)

Häufige bzw. mögliche Nebenwirkungen

Viele Nebenwirkungen sind vorübergehend, besonders in den ersten Monaten der Einnahme. Zu den möglichen Beschwerden zählen:

  • Übelkeit
  • Spannungsgefühl in den Brüsten
  • Kopfschmerzen
  • Zwischenblutungen oder Schmierblutungen
  • Stimmungsschwankungen
  • Veränderungen der Libido

Wenn Nebenwirkungen stark sind, anhalten oder Sie sich unsicher fühlen, holen Sie ärztlichen Rat ein.


Indikationen & „für wen geeignet?“

Die Hauptindikation von Alesse ist die Schwangerschaftsverhütung. Ob ein kombiniertes hormonelles Präparat für Sie geeignet ist, hängt jedoch von Ihrer persönlichen Gesundheit ab.

Typische Konstellationen, bei denen besondere Vorsicht bzw. Abklärung nötig sein kann

  • Rauchen (insbesondere ab einem gewissen Alter)
  • Migräne, vor allem Migräne mit Aura
  • Vorerkrankungen oder familiäre Häufung von Thrombosen
  • Lebererkrankungen
  • Bestimmte Gerinnungsstörungen oder „Gerinnungsanomalien“
  • Nach bestimmten geburtshilflichen Ereignissen (z. B. kurz nach Entbindung) – hier sind zeitliche Vorgaben relevant

Bitte orientieren Sie sich an der Packungsbeilage und lassen Sie offene Fragen in der Apotheke oder bei der behandelnden Ärztin/dem behandelnden Arzt klären.


Praktische Tipps für die sichere Anwendung

  • Kalender oder App nutzen: Stellen Sie eine tägliche Erinnerung, damit die Einnahme nicht vergessen wird.
  • Uhrzeit wählen: Wählen Sie eine Zeit, die zu Ihrem Alltag passt (z. B. nach dem Zähneputzen am Abend).
  • Reiseplanung: Bei Zeitverschiebung ggf. den praktischen Ablauf anpassen – idealerweise nach Rücksprache, sonst drohen Einnahmefehler.
  • Packung griffbereit: Bewahren Sie die Tabletten so auf, dass Sie sie täglich sicher wiederfinden.
  • Begleitmedikation checken: Bei neuen Medikamenten (auch pflanzlichen Präparaten wie Johanniskraut) vorab nach Wechselwirkungen fragen.
  • Schmierblutungen nicht automatisch abwarten: Leichte Zwischenblutungen sind häufig am Anfang. Bei anhaltenden oder starken Blutungen: ärztlich abklären lassen.

Alternative Optionen (kurzer Überblick)

Wenn Alesse nicht optimal zu Ihrer Situation passt (z. B. wegen Nebenwirkungen, Unverträglichkeit, Wechselwirkungen oder persönlichen Vorlieben), gibt es verschiedene Alternativen:

Nicht-hormonell

  • Kondome (zusätzlich oft sinnvoll bei Wechselwirkungsrisiko)
  • Kupferspirale bzw. Kupfer-IUP (langfristige Verhütung ohne Hormone)

Hormonell (ohne Östrogen – je nach Situation)

  • Minipille (Gestagen-only)
  • Hormonspirale
  • Verhütungsimplantat
  • Injektionen (je nach Verfügbarkeit und persönlicher Eignung)

Kombinierte Pillen

Es gibt weitere Kombinationspräparate mit unterschiedlichen Gestagenen. Eine Umstellung kann helfen, Nebenwirkungen zu reduzieren oder besser zu vertragen – die individuelle Auswahl sollte medizinisch begleitet werden.


Markt- und Rechtskontext in Österreich (Einordnung)

In Österreich sind Arzneimittel wie Alesse über definierte Wege in der Apotheke und im Rahmen des Arzneimittelrechts verfügbar. Verfügbarkeit, genaue Packungsgrößen und Vermarktungsdetails können variieren.

  • Indikations- und Sicherheitsinformationen: Für den sicheren Gebrauch gelten die Hinweise der Packungsbeilage und die gesetzlichen Anforderungen an Aufklärung.
  • Qualität und Zulassung: Arzneimittel müssen für den österreichischen Markt zugelassen sein.
  • Pharmazeutische Beratung: In Österreich ist die Apotheke eine zentrale Anlaufstelle für Fragen zu Anwendung und Wechselwirkungen.

Hinweis: „Neueste Leitlinien“ im Sinne von medizinischen Empfehlungen können sich über die Zeit ändern, z. B. bei aktualisierten Risikoeinschätzungen oder Wechselwirkungsdaten. Für den aktuellsten Stand stützen sich Fachinformationen, Leitlinien und Arzneimittel-Sicherheitskommunikationen auf regelmäßige Updates.


Aktuelle Sicherheits- und Nutzungsaspekte (allgemeine Orientierung)

Bei kombinierten hormonellen Verhütungsmitteln werden fortlaufend Daten zu Risiken (z. B. Thromboserisiko) und Wechselwirkungen gesammelt. Daher wird in der Praxis typischerweise besonders geachtet auf:

  • Risikoprofil vor Beginn: z. B. Rauchen, Migräne, familiäre Thrombosen, Vorerkrankungen
  • Wechselwirkungen: besonders bei Enzyminduktoren (z. B. Johanniskraut) oder bestimmten Arzneimitteltherapien
  • Warnzeichen: schnelle Abklärung bei Symptomen, die auf Thrombosen oder schwere Nebenwirkungen hinweisen
  • Regelmäßigkeit der Einnahme: um die Wirksamkeit zu maximieren

Wenn Sie gerade eine neue Therapie beginnen oder Nebenwirkungen bemerken, informieren Sie bitte Ihre Apotheke oder behandelnde Ärztin/ behandelnden Arzt.


Lieferung und Verfügbarkeit in der Online-Apotheke (Österreich)

Verfügbarkeit kann je nach Lagerbestand und Saison schwanken. In der Regel können bestellte Arzneimittel in der Online-Apotheke zeitnah versendet werden, sofern sie verfügbar sind.

  • Lieferzeit: abhängig vom Standort, Versanddienst und Lagerbestand
  • Verpackung: Arzneimittel werden üblicherweise sachgerecht verpackt
  • Diskrete Zustellung: häufig möglich, je nach Shop-Logistik
  • Bestand: bei Lieferengpässen kann eine alternative Packungsgröße oder ein Austausch geprüft werden

Für exakte Lieferfenster und Kosten finden Sie im Shop die jeweiligen Versandinformationen.


FAQ – Häufige Fragen zu Alesse

Wie schnell wirkt Alesse?

Das hängt davon ab, wann Sie die erste Tablette einnehmen (Starttag im Zyklus) und ob das empfohlene Startschema eingehalten wird. In vielen Fällen wird bei korrekt gewähltem Start bereits in der ersten Zyklusphase ein Schutz aufgebaut; manchmal wird für die ersten 7 Tage zusätzlich ein Kondom empfohlen. Lesen Sie dazu die Packungsbeilage oder fragen Sie in der Apotheke nach.

Was mache ich, wenn ich eine Tablette vergesse?

Das Vorgehen unterscheidet sich je nach Zeitpunkt und Anzahl der versäumten Tabletten. Allgemein gilt:

  • So bald wie möglich nachholen, sobald Sie es merken (wenn noch „nah genug“ im Schema).
  • Zwischenzeitlich Kondom verwenden, falls die Situation einen zusätzlichen Schutz erfordert.
  • Packungsbeilage beachten: Dort sind konkrete Schritte nach Einnahmewoche und Versäumnisdauer beschrieben.

Bei Unsicherheit geben Sie uns bitte Details (z. B. wie viele Tabletten, welche Woche, wie lange her) – dann kann man die typische Vorgehensweise erklären.

Gilt Alesse auch, wenn ich Erbrechen oder Durchfall habe?

Wenn innerhalb kurzer Zeit nach der Einnahme Erbrechen auftritt oder starker Durchfall besteht, kann die Wirkstoffaufnahme unvollständig sein. Dann kann es sein, dass Sie wie bei einer „versäumten“ Tablette vorgehen müssen. Die genauen Zeitfenster und Schritte stehen in der Packungsbeilage.

Kann ich Alesse mit anderen Medikamenten einnehmen?

Nicht alle Kombinationen sind unproblematisch. Besonders wichtig sind mögliche Wechselwirkungen mit Enzyminduktoren oder bestimmten Therapien (z. B. einige Antiepileptika, Johanniskraut, Rifampicin u. a.). Wenn Sie ein neues Medikament beginnen oder absetzen: informieren Sie bitte Apotheke/ärztlichen Rat.

Beeinflusst Alkohol die Wirkung?

Moderater Alkohol reduziert die Wirkung normalerweise nicht direkt. Problematisch wird es eher dann, wenn Alkohol zu Übelkeit, Erbrechen oder Einnahmefehlern führt. In solchen Fällen gelten die Regeln zu Erbrechen/Durchfall.

Warum habe ich Zwischenblutungen?

Zwischen- oder Schmierblutungen können insbesondere in den ersten Monaten der Einnahme vorkommen. Sie können auch durch Einnahmefehler, Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder hormonelle Veränderungen ausgelöst werden. Wenn die Blutungen anhalten, sehr stark sind oder Sie beunruhigen, lassen Sie es bitte ärztlich abklären.

Was sind die wichtigsten Warnzeichen, bei denen ich sofort handeln sollte?

Suchen Sie sofort medizinische Hilfe bei Symptomen, die auf eine Thrombose oder einen Schlaganfall hinweisen können, z. B. plötzliche Atemnot, Brustschmerz, einseitige starke Beinschmerzen/Schwellung, plötzliche Lähmung oder starke, ungewöhnliche Kopfschmerzen (insbesondere mit Sehstörungen).

Gibt es „natürliche“ Alternativen?

„Natürliche“ Methoden haben je nach Methode eine andere Sicherheit. Zur Verhütung ohne Hormone stehen z. B. Kondome oder Kupfer-IUP zur Verfügung. Wenn Sie hormone vermeiden möchten, kann eine gestagenfreie oder hormonärmere Option sinnvoll sein – lassen Sie sich beraten.


Zusammenfassung

Alesse (Levonorgestrel / Ethinyl estradiol) ist ein kombiniertes hormonelles Kontrazeptivum zur Schwangerschaftsverhütung. Die Wirkung beruht auf der Hemmung des Eisprungs sowie Veränderungen am Zervixschleim und der Gebärmutterschleimhaut. Für eine zuverlässige Wirksamkeit ist vor allem eine regelmäßige tägliche Einnahme zur gleichen Uhrzeit wichtig.

Achten Sie besonders auf mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten und auf Warnzeichen, die auf seltene, aber ernste Nebenwirkungen hinweisen können. Wenn Sie Fragen zur richtigen Anwendung, zum Startschema oder bei einer vergessenen Tablette haben, ist die Apotheke die passende Anlaufstelle.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

0.15/0.03mg, 0.25/0.05mg

Packung: No selection

21 pill, 63 pill, 84 pill, 126 pill, 189 pill, 252 pill